Kategorie-Archiv: 2009

Langzeitwert HbA1c

Seniorengerechte Diabetes-Therapie

diabetesDE fordert individuell angepasste Behandlung: Sinnvolle Therapieziele für ältere Diabetiker

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2 Drittel aller an Typ-2-Diabetes erkrankten Menschen sind über 60 Jahre alt. Bei ihnen kann eine Diabeteserkrankung wie bei jüngeren Diabetikern das Leben verkürzen. Die Blutzuckerkontrolle bleibt deshalb ein wichtiger Bestandteil der Diabetes-Therapie. Sie muss aber Rücksicht auf das Alter der Patienten nehmen, fordern diabetesDE und die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG). Wie ältere Patienten gut versorgt werden können, erläutert Dr. med. Ann-Kathrin Meyer, Hamburg, in einem Übersichtsartikel der Fachzeitschrift “Diabetologie und Stoffwechsel”.

Jüngeren Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 raten die Ärzte heute dazu, einen normalen Blutzucker anzustreben. Der Langzeitwert HbA1c sollte 6,5% nicht überschreiten. Ein Teil der Typ-2-Diabetiker erreicht dieses Ziel mit einer gesunden Lebensweise, andere benötigen blutzuckersenkende Tabletten. Oft ist das Spritzen von Insulin notwendig. Ist bei älteren Menschen ein idealer HbA1c-Wert nur noch unter Einsatz mehrerer Mittel zu erreichen, können die Nachteile möglicher Nebenwirkungen die Vorteile der Blutzuckersenkung überwiegen. diabetesDE und DDG raten in solchen Fällen dazu, das Therapieziel entsprechend anzupassen und einen höheren HbA1c-Wert zu tolerieren. Diese Empfehlungen gründen auf einer im letzten Jahr publizierten US-Studie mit über 10.000 Typ-2-Diabetikern (ACCORD-Studie). Die im Durchschnitt 62 Jahre alten Teilnehmer hatten zu Beginn HBA1c-Werte von über 8%, ein aus Sicht der DDG inakzeptabler Wert. Die Hälfte der Patienten strebte in der Studie einen HbA1c von 7,0% bis 7,9% an, ein für Senioren realistisches Ziel, das die meisten Teilnehmer der Studie unter Einsatz von einem oder zwei Antidiabetika erreichten. Einige spritzten zusätzlich Insulin.

In der zweiten Gruppe sollten die Diabetiker den HbA1c-Wert auf unter 6% senken. Erlaubt war der Einsatz aller verfügbaren Antidiabetika. Die Mehrzahl der Teilnehmer nahm im folgenden Jahr 3 bis 5 Medikamente ein. Doch das Ziel wurde nicht vollständig erreicht. Am Ende lag der HbA1c-Wert im Durchschnitt bei 6,4% und damit signifikant besser als der der Kontrollgruppe. Die Studie wurde jedoch abgebrochen, weil es unter der aggressiven Blutzuckersenkung zu mehr Todesfällen gekommen war.

Die Gründe dafür sehen Experten in der höheren Rate von lebensgefährlichen Unterzuckerungen und der deutlichen Gewichtszunahme vieler Patienten. Außerdem könnte die gleichzeitige Einnahme vieler Medikamente schaden: Gerade bei alten Menschen steigt beim Einsatz mehrerer Medikamente die Gefahr, dass Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der einzelnen Wirkstoffe nicht mehr kontrollierbar sind. Schon bei einzelnen Medikamenten kann die Dosierung wegen der nachlassenden Nierenleistung schwierig werden. Außerdem fällt es vielen älteren Menschen schwer, unfangreiche Medikationen einzuhalten. Hinzu kommt die im Alter oft einseitige und eingeschränkte Ernährung, die die Aufnahme der Wirkstoffe im Darm beeinflusst. Viele hochbetagte Patienten sind nicht mehr in der Lage, sich körperlich zu betätigen, was sich günstig auf den Blutzucker auswirken würde. Und die bedarfsabhängige Insulinbehandlung bereitet Senioren mitunter Schwierigkeiten. Alle diese Faktoren müssen die Ärzte bei der Betreuung von betagten Typ-2-Diabetetikern beachten. Das bedeutet aber nicht, dass alte Menschen keine günstigen HBA1c-Werte erreichen können. In einer weiteren Studie (ADVANCE) gelang es den Teilnehmern, unter einer umsichtigen Therapie den HBA1c-Wert auf 6,5% zu senken, ohne dass es zu vermehrten Komplikationen kam. Dort hatten die Ärzte auf bewährte Medikamente gesetzt und es war gelungen, das Körpergewicht zu halten und andere Gesundheitsrisiken zu vermeiden. Das Ergebnis war eine geringere Rate von Diabetesschäden an der Niere als in einer Vergleichsgruppe mit höheren HbA1c-Werten.

Kostenfrage

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Rechtsanwalt Dieter Möhler

“Therapiehinweis” Ezetimib

Therapiehinweis schadet der Gesundheit von Diabetikern

Therapiehinweise sollen insbesondere bei hochpreisigen Wirkstoffen oder Therapieprinzipien das Wirtschaftlichkeitsgebot konkretisieren. Therapiehinweise müssen von den Vertragsärzten (der gesetzlichen Krankenkassen) beachtet werden. Ezetimib wird zur Senkung von erhöhten Blutfettwerten eingesetzt, wenn die Behandlung mit einem Statin nicht ausreicht. In diesen Fällen wird Ezetimib zusätzlich zum Statin eingesetzt.

Der am 17.12.2009 dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Entscheidung vorliegende Therapiehinweis zu Ezetimib lässt die Verordnung des Cholesterinsenkers nur noch in seltenen Fällen zu. Typ-2-Diabetiker mit zu hohen Cholesterinwerten gehören zu der Patientengruppe, deren Therapie durch diesen Therapiehinweis eingeschränkt wird. Ein nicht konsequent behandelter Cholesterinwert lässt gerade bei Typ-2-Diabetikern das sowie so erhöhte Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko noch einmal steigen.

“Dies wird billigend in Kauf genommen”, sagt Rechtsanwalt Dieter Möhler, Bundesvorsitzender des Deutschen Diabetiker Bundes. Er beantragt, den Therapiehinweis nicht in die Arzneimittelrichtlinie aufzunehmen. “Juristisch ist es möglich, dass so genannte themenbezogene Vertreter schriftlich Anträge einreichen”, erläutert Möhler. Der Antrag des Deutschen Diabetiker Bundes ist der erste, der jemals von einer Patientenorganisation im Bezug auf die Arzneimittel-Richtlinie gestellt wurde. Die Erweiterung der Anlage 4 der Arzneimittel-Richtlinie soll verhindert werden. Sollte jedoch der Therapiehinweis zu Ezetimib vom Gemeinsamen Bundesausschuss in die Richtlinie aufgenommen werden, können nur noch wenige Patienten das blutfettsenkende Medikament Ezetimib von ihren Ärzten verschrieben bekommen.

Patienten mit einer schweren Fettstoffwechselstörung – eben Typ-2-Diabetiker – sind von dieser Entscheidung unmittelbar betroffen. “Im Regen stehen dann Diabetiker, die auf die Standardbehandlung mit Statinen nicht ausreichend ansprechen, das heißt, die (inter)national empfohlenen Cholesterinwerte nicht erreichen.” Daher beantragt Dieter Möhler, diesen Therapiehinweis ersatzlos zu streichen.

Rechtliches

“Gegen den Therapiehinweis sprechen verfahrensrechtliche Argumente”, erläutert der DDB-Vorsitzende und Rechtsanwalt, “vor allem aber die Tatsache, dass dieser Therapiehinweis wie ein Verordnungsausschluss wirkt”. Das entspricht weder dem Sinn von Therapiehinweisen noch dem in der Zulassung erteilten Anwendungsgebiet des Medikaments. “Einerseits wird beklagt, das deutsche Gesundheitswesen schneide im europäischen und internationalen Vergleich zunehmend schlechter ab. Andererseits entfernt man sich mit der Verabschiedung solcher Therapiehinweise immer weiter von internationalen medizinischen Qualitätsstandards.”

Für den Fall, dass der Antrag auf Streichung des Therapiehinweises abgelehnt wird, legt Möhler vorsichtshalber gleich nach und fordert, den Text so abzufassen, dass die Behandlung mit Ezetimib “… Patienten mit schweren Fettstoffwechselstörungen (zum Beispiel Diabetikern) vorbehalten (bleibt), die … ein hohes Risiko für Ereignisse (wie Herzinfarkt oder Schlaganfall) haben. Möhler: “In dieser Sache muss sich der DDB für die berechtigten Interessen von Diabetikern und ihren Angehörigen einsetzen.”

Gesundheitsrisiko verringern

Macht Gesundheitspolitik krank?

Ärzte gegen Steuerverschwendung des Gesundheitsministeriums

Bertram Steiner, Sprecher der Gruppe “Aktion Ärzte gegen Steuerverschwendung”: “Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) verschwendet Steuergelder, um für die SPD Wahlkampf zu machen. Das BMG versucht im Vorwahlkampf, auf Kosten des Steuerzahlers die gescheiterte Gesundheits- und Honorarreform schönzureden”. Steiner hat die Gruppe “Aktion Ärzte gegen Steuerverschwendung” im Online-Ärztenetzwerk “Hippokranet.de” gegründet.

Diabetes-News Gesundheitspolitik Macht Krank

Die Anzeigenserie des Gesundheitsministeriums scheint eine verzweifelte Reaktion auf die in immer mehr Arztpraxen des Landes hängenden Plakate der “Aktion 15 Prozent für die SPD” zu sein, die von anderen Ärzten im gleichen Netzwerk gestartet wurde, sagt der Berliner Zahnarzt. Seine Gruppe hat eine Gegenversion der Anzeige ins Internet gestellt, die ebenfalls von Arztpraxen geladen, ausgedruckt und in die Wartezimmer der Praxen gehängt werden wird.

“Im System der gesetzlichen Krankenversicherung fließt viel Geld. Insgesamt 150 Mrd. Euro. Doch für die niedergelassenen Ärzte gibt es davon nur etwa 15 Prozent. Eineinhalb Zehntel für die Ärzte, die für Sie Tag und Nacht da sind, wenn Sie sie brauchen. Der Rest wird für die Krankenhäuser, für Medikamente und anderes, vor allem für eine undurchsichtige Bürokratie verbraucht. Eine Bürokratie, unter der die Ärzte und die Patienten leiden”, heißt es unter anderem in der Anzeige, die unter der URL www.hippokranet.de/wahlkampf zu laden ist.

“Die Ärzte appellieren an die Vernunft aller Bundesbürger: Ergreifen Sie die Chancen, die eine Bundestagswahl bietet. Machen Sie durch Ihre Wahl deutlich, dass Sie nicht mehr bereit sind, das von dieser Regierung angerichtete Chaos hinzunehmen”, appelliert die “Aktion Ärzte gegen Steuerverschwendung” an die Patienten: “Wir haben noch Abermillionen Patientenkontakte bis zur Wahl. Die werden zehntausende von Kollegen zur Patientenaufklärung über die gescheiterte Gesundheitspolitik der großen Koalition nutzen, Tag für Tag”, kündigt Steiner an

Das Online-Netzwerk Hippokranet.com ist die gemeinsame Forums- und Netzwerkplattform der Fachinformationsdienste Facharzt.de, Hausarzt.de und zaend.de. Insgesamt sind hier weit über 40.000 Nutzer registriert, es finden sich in unzähligen Gruppen mehrere 100.000 Beiträge. Einzigartig im Internet: Die Plattform wird seit Jahren von ihren eigenen Lesern finanziert. Mehr als 7.000 Abonnenten zahlen freiwillig für die Nutzung, die sie problemlos auch kostenlos haben könnten.

Metformin

Wirkstoff des Monats: Metformin

Normalisiert überhöhten Blutzuckerspiegel

Diabetes Typ II ist die häufigste Form der Zuckerkrankheit in Deutschland und weltweit. Bei dieser Krankheitsvariante sinkt die Empfindlichkeit des Körpers auf das “Anti-Zucker-Hormon” Insulin. Die daraus relutierende Folge ist ein überhöhter Blutzuckerwert. Die Erkrankung beruht in der Regel auf einem ungesunden Lebenswandel, sie trifft vor allem Menschen mit Übergewicht.

Während sie früher meist erst im Erwachsenenalter auftrat, leiden heute auch immer mehr Kinder und Jugendliche an Diabetes Typ II. Häufig verläuft der Diabetes Typ II in der Anfangsphase ohne Symptome. Erste Anzeichen können ständige Müdigkeit oder eine Verschlechterung des Sehvermögens sein. Die Überzuckerung des Blutes führt zu Veränderungen der Blutgefäße, die ihrerseits gravierende Spätfolgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenprobleme und Nervenschäden auslösen können.

Die ersten und wichtigsten Therapiemaßnahmen bei einem Diabetes Typ II sind Gewichtsreduktion und Sport. Sinken die Blutzuckerwerte dadurch jedoch nicht ab, ist eine medikamentöse Behandlung notwendig. Meist ist Metformin das Mittel der Wahl. Metformin normalisiert den Blutzucker, indem es an mehreren Stellen in dessen Stoffwechsel eingreift: Er reduziert die körpereigene Zuckerproduktion in der Leber, er erhöht die Sensibilität des Muskel- und Fettgewebes für Insulin und er verhindert die Aufnahme von Zucker aus dem Darm in das Blut. Metformin verringert den Blutzuckerspiegel durchschnittlich um 20%.

Bei Metformin besteht keine Gefahr einer gefährlichen Unterzuckerung (Hypoglykämie). Zu seinen unerwünschten Wirkungen gehören insbesondere Übelkeit, Blähungen, Durchfall und ein metallischer Geschmack im Mund. Eine sehr seltene, aber äußerst schwerwiegende Komplikation ist die Übersäuerung des Blutes mit Milchsäure. Da Metformin bei eingeschränkter Nierenfunktion nicht angewendet werden darf, ist der Wirkstoff bei älteren Patienten meistens kontraindiziert. Metformin wird sowohl als Monopräparat als auch in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Medikamenten verwandt.

Metformin kam im Jahr 1973 auf den deutschen Markt. Dem unabhängigen Marktforschungsinstitut INSIGHT Health zufolge liegt sein Umsatzvolumen derzeit bei 51 Millionen Euro pro Jahr. Das erste Metformin-Generikum gab es 1993. Mittlerweile entfällt auf die preisgünstigen Generika mit diesem Wirkstoff nach Umsatz ein Marktanteil von rund 95%.

www.progenerika.de/de/12583627184204766/show/publik/wirkstoff.html

Entzündungshemmende Socke

Gefahren des diabetischen Fußes mit Gesundheitssocken verringern

Pro Jahr werden in Deutschland mehr als 30.000 Amputationen als Folge des diabetischen Fuß-Syndroms vorgenommen. Als Diabetiker sollte man mindestens einmal jährlich eine ärztliche Untersuchung seiner Füße vornehmen lassen. Der Diabetiker selbst sollte seine Füße täglich untersuchen, damit er keine Verletzungen übersieht. Die Behandlung eines diabetischen Fußes ist langwierig und aufwendig. Hier lohnt sich das Tragen von entzündungshemmenden Socken, damit es möglichst erst gar nicht zu Entzündungen kommt.

Die Nervenbahnen von Diabetikern sind oft in ihrer Funktion gestört. Dadurch werden schmerzhafte Wunden oder Druckstellen nicht richtig wahrgenommen. Das Leben mit diabetischen Füßen erfährt ein wenig Erleichterung durch spezielle Diabetikersocken. Die “levee” Silbersocken sind so gearbeitet, dass sie ohne ein einschnürendes Gummi einen guten Halt bieten. Die Spitzen der Socken sind handgekettelt. Auch hierdurch werden Druckstellen bestmöglich verhindert.

In die Diabetikersocken von “levee” wurde in die Innenseite ein Silberfaden eingearbeitet. Dieser wirkt antibakteriell und sorgt dafür, dass sich etwa vorhandene Wunden oder Druckstellen nicht weiter unbegrenzt entzünden.

Die Diabetikersocken von “levee” sind deutschlandweit die ersten medizinisch zertifizierten Gesundheitssocken. Der Vertrieb wurde von der imc marketing & consult gmbh Geschäftsbereich Gesundheitssocken übernommen und optimiert.
Diabetes News Levee Gesundheitssocken

Unauffällig und schick durch den Alltag

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Neues Blutzuckermessgerät Pura™: einfach, elegant und präzise

Liederbach/Burgdorf, 31. August 2009 (dk) – Ungern zeigen sich Diabetiker beim Blutzuckermessen in der Öffentlichkeit. Mit dem neuen Blutzuckermessgerät Pura™ setzt Yposmed jetzt neue Maßstäbe in der Blutzuckerkontrolle und im Design: Durch das attraktive Design ist PuraTM alltagsfähig, und Diabetiker können sich damit “sehen lassen”. Das Blutzuckermessgerät ist zudem hochpräzise sowie einfach und komfortabel zu bedienen. Die Teststreifen werden mit einem “Klick” eingesetzt und die Messung startet zuverlässig. Durch den breiten und stabilen Teststreifen kommt der Diabetiker beim Entfernen nicht mehr mit Blut in Kontakt – Finger und Hände bleiben sauber.

Für die Blutzuckerkontrolle wird der Teststreifen einfach oben quer in das Gerät eingesetzt. Schon fünf Sekunden nach Aufnahme des Bluttropfens erscheint der Messwert im Display. Das Ergebnis ist dank integrierter Goldelektrode sehr präzise. Anschließend kann der Teststreifen mit dem großen Griffbereich bequem und ohne Blutkontakt entfernt werden. Außerdem ist er sehr saugstark und kann daher schnell die Blutprobe von 1 Mikroliter aufnehmen. Das Gerät muss nicht eingestellt werden – die Messung startet automatisch. So können Messfehler aufgrund von falscher oder vergessener Codierung vermieden werden.

Trotz des handlichen kleinen Formats können die Messergebnisse selbst bei schlechten Lichtverhältnissen genau abgelesen werden. Dafür sorgt das große Display mit hellem Hintergrund. Über das Drei-Tasten-System ist das Gerät sicher und einfach zu bedienen. Das digitale Diabetes-Tagebuch bleibt mit PuraTM immer auf dem aktuellen Stand, denn die aktuellen Blutzuckerwerte lassen sich per USB-Schnittstelle problemlos auf den Computer übertragen. Das Gerät selbst kann bis zu 500 Messwerte speichern. Gerade junge, junggebliebene und stilbewusste Menschen mit Diabetes möchten mit ihrer Krankheit in der Öffentlichkeit so wenig wie möglich auffallen. PuraTM entspricht diesem Wunsch, denn das Blutzuckermessgerät überzeugt auch mit seinem puristisch-modernen Design. Somit ist es vor allem für trendbewusste Menschen mit Diabetes oder solche, die ein besonders aktives Leben führen, die perfekte Wahl.

Damit sich Diabetiker selbst von den Vorzügen des neuen Blutzuckermessgeräts überzeugen können, bietet Ypsomed die Möglichkeit, das Gerät zu testen. Auf der Website www.mylife-pura.de können Interessierte PuraTM kostenfrei und unverbindlich anfordern. Zudem bietet die Website weitere Informationen über das Blutzuckermessen und ein Gewinnspiel mit regelmäßigen Verlosungen.

Über das Unternehmen

Ypsomed entwickelt und produziert Injektionssysteme und Pen-Nadeln für Diabetes-, Wachstumshormon- oder Infertilitätstherapien sowie für weitere Indikationen. Mit den von Ypsomed selber entwickelten Technologie-Plattformen bietet Ypsomed eine Vielzahl von Injektionssystemen mit unterschiedlicher Funktionalität: Autoinjektoren für Einwegspritzen, wieder verwendbare Pens und Einweg-Pens für Einkammer- oder Doppelkammer-Karpulen kombiniert mit Mechanismen für eine fixe oder variable Abgabemenge Einzel- oder Mehrfachdosierung sowie automatischer oder manueller Ausschüttung. Bekannt ist das Unternehmen auch für seine innovativen Pen-Nadeln Optifine® und Clickfine® universal zum Aufclicken. In Deutschland verwendet fast jeder dritte Mensch mit Diabetes und Insulintherapie die Pen-Nadeln von Ypsomed. Der Hauptsitz von Ypsomed liegt in der Schweiz. Insgesamt beschäftigt Ypsomed über 1200 Mitarbeiter an mehreren Produktionsstandorten in der Schweiz sowie innerhalb eines europäischen Verkaufs- und Vertriebsnetzes.

Neue Zusammenhänge entdeckt

Neue Zusammenhänge zwischen Leber und Diabetes Typ 2 entdeckt

Entscheidende Faktoren für Körpergewicht und Insulinwirkung

Die Entstehung von Diabetes Typ 2 und die Leber sind engeren Wechselwirkungen unterworfen, als Wissenschaftler dies bisher annahmen. Experimente zeigen, dass die Leber und ihr Stoffwechsel ein entscheidender Faktor ist, ob und wo der Körper Fett einlagert. Geschieht dies außerhalb des üblichen Fettgewebes, beispielsweise in der Leber selbst, kann dies zur so genannten Insulinresistenz führen. Die neu entdeckten Zusammenhänge zwischen Fettleber, Übergewicht, Insulinsresistenz sowie Diabetes mellitus und wie diese Erkenntnisse zukünftig Diabetes Typ 2 verhindern könnten, ist ein Schwerpunktthema der 44. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG). Diese fand vom 20. bis 23. Mai 2009 im Congress-Centrum Leipzig statt.

Bisher gingen Experten davon aus, dass die Fettleber eine Folge von Typ 2 Diabetes oder Adipositas ist. Neueste Studien belegen nun das Gegenteil: Die Fettleber könnte – bereits in einem frühen Stadium – auch eine Ursache für die verminderte Insulinwirkung und damit für Diabetes Typ 2 und Übergewicht sein. “Die Fettleber ist wahrscheinlich integraler Bestandteil des so genannten Metabolischen Syndroms”, meint Tagungspräsident Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland, Chefarzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Endokrinologie sowie Diabetologie an der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg. Weshalb der Körper Fett in die Leber oder in andere Regionen außerhalb des üblichen Fettgewebes einlagert, zeigen Versuche mit Mäusen. “Wir haben einen fettstoffwechselspezifischen Genregulator selektiv in der Leber verändert”, berichtet Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland, “bei gleicher Nahrungsmenge haben die Mäuse dann eine ausgeprägte Adipositas entwickelt. Wurde der Mechanismus deaktiviert, blieben die Mäuse dünn.” Daraus folgt: Veränderungen des Leberstoffwechsels können ursächlich für Adipositas und weiteren Erkrankungen wie Insulinresistenz oder Diabetes Typ 2 sein.

Viele “Insulinskeptiker” sind gar keine

Therapiebarrieren bei Diabetes

Viele Diabetiker stehen der angeratenen Insulintherapie gespalten gegenüber. Sie ahnen den Nutzen, haben aber Angst davor.

Wie schwer vielen Patienten der Einstieg in eine Insulintherapie fällt, davon haben manche Ärzte gar keine Vorstellung, sagt Diplom-Psychologin Susan Woods. Sie selbst äußert dafür volles Verständnis: “Viele Patienten scheuen einen Eingriff in ihr Lebenskonzept, was psychologisch vollkommen verständlich und legitim ist. Sie möchten ihr Leben im Grunde so weiter führen wie bisher, ohne einschneidende Umstellungen, Diäten, Vorschriften, Einschränkungen. Sie fürchten, durch eine komplizierte Therapie fremdbestimmt zu werden.”

Die Hürden vor der Insulintherapie

Wovor der insulinpflichtig gewordene Diabetiker zurückscheut, weiß man aus Studien recht genau.

  • Die Angst vor der Injektion spielt meist keine so dominante Rolle, wie oft behauptet.
  • Viele Patienten fürchten, dass sie der Umgang mit Spritzen und Insulineinheiten überfordert.
  • Ähnlich viele fühlen sich stigmatisiert, wenn sie sich durch Spritzen oder Blutzuckermessen in der Öffentlichkeit als zuckerkrank “outen” müssen.
  • Noch mehr Patienten haben Angst vor Unterzuckerungen (Hypoglykämien).
  • Innerlich steht die Spritze symbolisch für eine unheilbar gewordene Krankheit.
  • Viele Patienten verbergen ihr Gefühl von Scham, bei der Tablettentherapie, beim Abnehmen und all den anderen Ratschlägen “versagt” zu haben. Die Scham führt zur Verweigerung.
  • Viele Patienten wissen nicht genug über Diabetes: In einer Studie glaubten 36% der neu diagnostizierten und 24% der länger erkrankten Patienten, die Krankheit gehe einfach vorüber. 22% nahmen an, Diabetes habe keinen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit. Und neuen von zehn waren sich nicht darüber bewusst, dass Diabetes die Lebenserwartung verkürzt. Warum also eine mühselige Therapie auf sich nehmen?

Unterm Strich resultiert aus diesen Faktoren eine “psychologische Insulinresistenz”. Man verweigert sich der Insulintherapie.

Viele “Insulinskeptiker” glauben eigentlich an den Nutzen der Insulintherapie

Meist steht hinter der “psychologischen Insulinresistenz” gar keine pure Verweigerung, sondern eine ambivalente Haltung, die es zu erkennen und zu akzeptieren gilt. Die selben Patienten, die der Insulintherapie aus psychologischen Gründen skeptisch gegenüber stehen, ahnen, dass ihnen die Spritze helfen würde. Sie haben sich informiert, haben die Botschaft ihres Arztes im Grunde verstanden, erwarten eigentlich ein positives Ergebnis. Weil aber die Angst vor der Veränderung so stark ist, verstärken sich die eigenen Schuld- und Schamgefühle. Dieser Mechanismus gilt zumindest für einen Teil der Patienten.

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Petrak et al, Psychosoziale Charakteristika von oral behandelten Patienten
mit wenig kontrolliertem Diabetes II, ADA 2006

Manche Ärzte bedrängen die Patienten

Unterm Strich haben die Patienten ein negatives Bild von den Veränderungen, die eine Therapieumstellung mit sich bringt. Ganz anders ihr therapeutisches Gegenüber. Der Arzt sieht medizinische Gründe: bessere Blutzuckerkontrolle, Vermeiden von Folgeschäden etc. Er will dem Patienten helfen, ihn motivieren, gewinnen, überzeugen, verändern. Er drückt ihm sein positives Bild der Therapie regelrecht auf. “Das macht die Kommunikation schwierig, weil sie auf verschiedenen Ebenen läuft”, so Woods. “Der Einstieg in die Insulintherapie ist bei psychologischen Widerständen eben ein psychologischer Vorgang, der vom Arzt Fingerspitzgefühl erfordert.” Der Arzt muss das negative Bild und die Angst des Patienten vor der Veränderung aufgreifen, um sie zu überwinden.

Empfehlungen richtig dosieren, nicht eintrichtern

Natürlich muss Beratung über medizinische Grundlagen sein (s.o.). Aber sie darf beim ambivalenten Insulinskeptiker nicht im Vordergrund stehen, ist Woods überzeugt. “Am ehesten wird diejenige Therapie umgesetzt, die einem Menschen ermöglicht, seinen Lebensplan weitgehend beizubehalten.” Das bedeutet eine Art Gratwanderung, vor allem, was die Basistherapie angeht. Sie verlangt vom Patienten – völlig zurecht und medizinisch gut begründet -, sich ausreichend zu bewegen, sich gesund zu ernähren und weitgehend Normalgewicht anzustreben. Die Insulintherapie ist im Vergleich kein so großer Einschnitt, wie viele Patienten glauben.

  • Die vermeintlich “schmerzliche Injektion” ist nach den ersten Erfahrungen kein Problem.
  • Der Umgang mit Insulin und Pens und Einheiten lässt sich in Schulungen erlernen.
  • Eine Insulintherapie ist eine “naturnähere” Behandlung als z.B. Sulfonylharnstoff-Tabletten.
  • Unterzuckerungen sind zwar eine reale Gefahr der Insulintherapie (aber auch von Sulfonylharnstoff-Tabletten), aber ein lösbares Problem: Die Nutzen-Risiko-Abwägung fällt ab einem bestimmten Zeitpunkt zugunsten der Insulintherapie aus.
  • Als Diabetiker ist man nicht stigmatisiert, sondern in guter Gesellschaft: “Millionen Leidensgenossen können nicht irren!”

Insulinanaloga

Deutscher Diabetikerbund fordert weitere Verordnungsfähigkeit langwirksamer Insulinanaloga

Der Bundesvorstand des Deutschen Diabetiker Bundes e.V. fordert nach wie vor vehement den Erhalt der Verordnungsfähigkeit langwirksamer Insulinanaloga bei Typ 2 Diabetes. Schätzungsweise acht Millionen Bundesbürger leiden an der Volkskrankheit Diabetes. Lediglich auf Kostenüberlegungen reduziert, zeichnet sich eine zunehmende Tendenz der gesetzlichen Krankenversicherer ab, die Versorgungsqualität einzudämmen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIQ) beauftragt, langwirksame Insulinanaloga auf Vorteile gegenüber dem Humaninsulin als Standardtherapie zu untersuchen. In Kürze soll im G-BA ein Beschluss darüber gefasst werden, ob diese wichtigen Medikamente für Typ 2 Diabetiker weiter verordnungsfähig bleiben oder nicht. Die IQWIQ-Bewertung, die der Beschlussfassung des G-BA als Vorlage dienen soll, ist in sich nicht schlüssig. Der Deutsche Diabetiker Bund e.V. rügt daher, dass im Bericht selbst von “positiven Effekten” gesprochen wird, die in der Reduktion von Hypoglykämien liegen. Im Fazit wird seitens des IQWIQ ein Nutzen jedoch in Abrede gestellt. Das macht den Bericht für uns im Ergebnis nicht verwertbar. Der Deutsche Diabetiker Bund e.V. wirft in diesem Zusammenhang den IQWIQ-Verantwortlichen Zynismus vor. Aus Sicht des Deutschen Diabetiker Bundes ist die Verordnungs-fähigkeit unbedingt zu erhalten, weil sowohl schwere, als auch nicht schwere Hypoglykämien reduziert werden können. Ein Außerachtlassen auch des Rückganges nicht schwerer Hypoglykämien als Nutzenaspekt verbietet sich. Der Bundesvorsitzende des Deutschen Diabetiker Bundes e.V., Dieter Möhler, hierzu: “Volle Hörsäle mit Betroffenen zum Thema Hypoglykämiewahrnehmung und die Diskussionen hierzu zeigen, dass häufige leichte Hypoglykämien vielfach in spätere schwere Hypoglykämien münden.”

Der Deutsche Diabetiker Bund e.V. fordert dementsprechend die Verordnungsfähigkeit für alle Fälle häufiger Hypoglykämien, unabhängig von deren Schweregrad. Dieter Möhler weiter: “Wer die Verordnungsfähigkeit beseitigt, gefährdet sehenden Auges den Patienten. Es ist allgemeine Auffassung auch in der Rechtsprechung, dass eine mit dem Beschluss notwendig werdende Therapieumstellung dem Patienten nicht zuzumuten ist, wenn diese mit gesundheitlichen Risiken verbunden wäre. Hierbei kommt es auf das konkrete Ausmaß der Risiken überhaupt nicht an.” Und weiter ergeht ein deutlicher Hinweis in Richtung zukünftiger Verordnungspraxis durch die Ärzteschaft: “Der ärztliche Sorgfaltsmaßstab bemisst sich nach den Maßstäben der Medizin. Insoweit ist eine Patientengefährdung nicht durch wirtschaftliche Aspekte zu legitimieren”.

Der Deutsche Diabetiker Bund e.V. teilt weiterhin mit, den Bundesvorsitzenden Dieter Möhler in den Gemeinsamen Bundesausschuss zur Frage der Verordnungsfähigkeit der langwirksamen Insulinanaloga entsendet zu haben. Er nimmt an den Erörterungen teil, allerdings nach gegenwärtiger Gesetzeslage ohne Stimmrecht.

Multifaktorielle Behandlung

Mehr Erfolg durch vielschichtige Diabetestherapie

Je breiter der Therapieansatz, desto mehr sinken die Folgerisiken des Diabetes. Ärzte sprechen von “multifaktorieller” Therapie

Viele Menschen mit Diabetes Typ 2 haben auch zu hohen Blutdruck und ungünstige Blutfettwerte. Darüber hinaus sind ihre Blutplättchen überaktiv, was die Blutgerinnung stört. Diese Konstellation steigert ihr Risiko für Organschäden und Herz-Kreislauferkrankungen beträchtlich. Eine Therapie, die diese weiteren Risikofaktoren neben dem Blutzucker berücksichtigt, senkt das Risiko von Folgeerkrankungen deutlich. Außerdem erhöht sich die Lebenserwartung dieser Patienten, bestätigen aktuelle Studien.

Folgerisiken des Diabetes glatt halbiert

“Eine an Zielwerten orientierte, multifaktorielle Therapie des Typ 2 Diabetes berücksichtigt alle vorhandenen Risikofaktoren. Dadurch können wir langfristig diabetische Folgeerkrankungen reduzieren und sowohl individuelles Leid als auch Kosten vermindern”, sagte Professor Dr. med. Stephan Matthaei vom Diabetes-Zentrum Quakenbrück bei der letzten wissenschaftlichen Tagung der Deutschen Diuabetes-Gesellschaft. “Die zielwertorientierte Therapie kann und sollte von allen behandelnden Ärzten umgesetzt werden”, betonte der Diabetologe.

Dass sich solche intensiven Bemühungen lohnen, zeigte eine Langzeitstudie aus Dänemark. In der STENO-Studie wurden 160 Diabetiker zunächst acht Jahre lang entweder “normal” oder “intensiv” behandelt. In der Intensivgruppe machten die Ärzte strenge Zielvorgaben zu Blutzucker, insbesondere auch zu Blutdruck- und Blutfettwerten sowie zur Ernährung und körperlichen Aktivität. Nach acht Jahren hatten die intensiv betreuten Patienten ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten und für Folgeschäden an Auge, Niere und Nerven glatt halbiert (vgl. Kasten).

Sterberisiko um 20 Prozent gesenkt …

Kürzlich wurde die Studie erneut ausgewertet. “Die aktuelle Analyse der Daten nach 13,3 Jahren Studiendauer belegt, dass die Sterblichkeit in der intensiviert behandelten Gruppe um absolut 20 Prozent abnahm”, erläutert Professor Matthaei. “Eine multifaktorielle Therapie ist der herkömmlichen weit überlegen”, folgert Professor Matthaei. Ärzte könnten mit dieser umfassenden Behandlung die Lebensqualität ihrer Patienten deutlich verbessern.

… und Kostenlawine gebremst

Aber auch die gesellschaftlichen Kosten des Diabetes würden langfristig durch Vermeidung der teuren Folgeerkrankungen sinken. Zurzeit betragen die Gesamtkosten des Typ 2 Diabetes in Deutschland etwa 25 Milliarden Euro pro Jahr. “Die Kosten für das Gesundheitssystem werden noch weiter ansteigen, wenn wir unsere Patienten mit Typ 2 Diabetes nicht zielwertorientiert und multifaktoriell behandeln”, meinte Matthaei. Denn nach Einschätzungen der WHO nimmt die Zahl der Typ 2 Diabetes-Patienten in den nächsten Jahren weiter zu, von aktuell 240 Millionen auf 380 Millionen Patienten im Jahr 2025.

Insgesamt 160 Patienten mit Diabetes Typ 2 wurden in zwei Gruppen entweder konventionell vom Hausarzt oder intensiv multifaktoriell durch ein multidisziplinäres Team in einem Zentrum behandelt. In der vom Steno Diabetes Zentrum in Kopenhagen durchgeführten Studie wurden 80 Patienten, durchschnittlich 55 Jahre alt, während acht Jahren entweder leitliniengemäß mit Fokus auf den Blutzucker behandelt, oder sie erhielten eine Intensivtherapie, die außerdem auf die Behandlung von Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Mikroalbuminurie (Nierenfunktionsstörung) und die Vorbeugung von Infarktereignissen zielte. Dazu wurden neben Antidiabetika ACE-Hemmer, Statine, Aspirin und verschiedene Vitamine verordnet. Die Abnahme von glykoysliertem Hämoglobin (HbA1c), systolischem und diastolischem Blutdruck, Colesterol- und Triglyzeridspiegeln und Eiweißausscheidung der Niere – also aller sekundären Endpunkte -, war in der Intensivtherapie signifikant größer als bei konventioneller Behandlung. Die intensiv Behandelten hatten ein niedrigeres Risiko für kardiovaskuläre/Herz-Kreislauf-Erkrankung (HR = 0,47), Nephropathie (0,39), Retinopathie (0,42) und Neuropathie (0,37). Das Anstreben niedrigerer HbA1c-Werte und die Behandlung weitererer Risikokrankheiten senkte Herzinfarkte und Schlaganfälle über einen Zeitraum von acht Jahren um 44 Prozent im Vergleich zu 24% in der normal behandelten Gruppe.

Gaede P. et al., N Engl J Med 2003;348:383-393